Coaching

Systemische Beratung

Der systemische Beratungsansatz ist in jedem Fall Rahmen und Basis der gemeinsamen Arbeit.

Aus systemischer Sicht genügt es nicht, nur das Individuum in den Fokus zu stellen, sondern auch die Wechselwirkung mit seinem Umfeld  also der „Systeme“  in denen er sich befindet oder befand,  in den Brennpunkt der Beratung zu rücken. Systemische Beratung versucht also, das Beziehungsgeflecht des Menschen zu ergründen und gegebenenfalls zu verändern.

Jeder Mensch ist eingebunden in verschiedene Systeme. Im beruflichen Beratungskontext ist dies natürlich in erster Linie sein berufliches Umfeld, sein berufliches System. Wirksam sind hier aber auch seine Familie, seine Herkunftsfamilie usw., mit vielfältigen Rollen, Aufträgen und Interaktionen. Der jeweilige Kontext bestimmt entscheidend das Verhalten der Menschen, das heißt, aus konsequent systemischer Sicht „entsteht“ der Mensch im System.

Eine frühe und damit entsprechend wirksame Prägung erfährt der Mensch als Kind in seinem Herkunfts-Familiensystem. Das Kind übernimmt beispielsweise zu große Verantwortung, Lasten des Familiensystems, identifiziert sich mit bestimmten Rollen-Vorbildern oder übernimmt Überzeugungen, sogenannte Glaubenssätze von Mitgliedern der Familie. Hier sind oftmals die tieferen Ursachen für Belastungen, Burnout und beruflichen Schwierigkeiten zu finden, die aufgelöst werden sollten.

Jedes System strebt primär Stabilität an und bedient sich dazu verschiedener, sogenannter selbstregulierender Mechanismen. In diesem Sinne können Probleme als Lösungsversuch von Konflikten in einem System verstanden werden.

Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit können die nachfolgend genannten Themen sein.

  • persönliche Standortbestimmung, Entwicklung von Visionen, Zielen und Strategien, Sinnfragen, Werte, Erfolgsfaktoren
  • Rollenklärung und Positionsbestimmung in schwierigen Entscheidungssituationen
  • Fragen der persönlichen Entwicklungen, berufliche Neuorientierungen, Laufbahnentscheidungen
  • Analyse und Weiterentwicklung des eigenen Verhaltens, z.B. des Kommunikationsverhaltens
  • Führungsfragen, Führungswechsel
  • Veränderungsprozesse, Rollen- und Wertekonflikte in Zusammenhang mit äußeren Veränderungen
  • Bewältigung des Arbeitsalltags, Optimierung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Kritische Situationen und Konflikte in der Zusammenarbeit
  • Krisen
  • Seelische und körperliche Symptome von Überlastung, Überarbeitung, Sinn- und Motivationsverlust; Stressbewältigung und Burnoutprävention (siehe auch das Schwerpunktthema unten!)